Sonntag, 13. Februar 2011

Ein Wochenende in Göteborg

Freitagabend war Zeit für das erste Göteborger Afterwork (und wahrscheinlich jetzt jede Woche)! Man trifft sich gegen 16/17 Uhr in einem der zahlreichen Restaurants, kauft sich ein Getränk für ca. 35 Schwedische Kronen und kann dann kostenlos und so viel wie man will vom reichhaltigen Buffet essen. Nach Erzählungen zu Folge, haben wir wohl ein sehr gutes erwischt und die Speisen sind nicht nicht immer so vielfältig und lecker. Aber unseres war fabelhaft! Und das für diesen Preis! Man sollte es in Dresden einführen. Für den Kaffee danach ging wieder in ein franzöisches Café.

Da ich die Woche größtenteils ausschlafen konnte, fiel mir es gestern nicht schwer mit meinen Nachbarn, Ji Young, Chen, einer weiteren Chinesin und meiner holländischen Kommilitionin Atty zum frühmorgenlichen Flomarkt aufzubrechen. Dieser befand sich im Obergeschoss eines Supermarktes und hatte trotz des Samstagmorgens großen Andrang. Wohl müssen die Göteborger auch einmal sparen. Ich erstand eine wunderschöne Teekanne für 30 SEK und bis auf ein paar seltsame Leute (z. B. ein Mann, der sich in Seelenruhe mit dem zum Verkauf stehenden Elektrorasierer seinen Bart kürzte und ihn dann wieder zurück in die Schachtel legte und weiter ging, wahrscheinlich auf der Suche nach weiteren Dingen für seine Morgentoilette) hat es mir sehr gefallen. Nachher gingen die 3 Asiatinnen und ich noch ins "Le pain français" für unser 2. Frühstück. Es war nur unsere zweite Wahl, zu meiner Verwunderung waren die Cafés wieder restlos überfüllt und das an einem Samstagvormittag. Ich liebe die Cafékultur in dieser Stadt!

Am Abend verwirklichte ich mit meiner Nachbarin Chen noch den Plan, eine echt heimische Spezialität zu backen: Sächsische Quarkkeulchen. Nach einer Weile hatte wir den Dreh raus, sie ansehnlich zu braten und Chen, den Namen auszusprechen.
Überzeugt euch von dem Ergebnis:

Da die Sonne hier nachmittags immer schon sehr tief steht, musste ich meine biologische Uhr überwinden um etwas von dem herrlich, trotz Minusgraden, wärmenden Sonnenschein zu erwischen. So machte ich mich mit für den Notfall aufgezeichneten Routenplan auf den Weg, die nähere Laufumgebung zu erkunden. Zu meiner Freude konnte ich doch in einer knappen Viertelstunde hinweg durch schöne Wohnsiedlungen ein Naturreservat erreichen. Nach späteren Recherche zufolge insgesamt 320 Hektar, eine Mischung aus Sumpfgebiet, Heide und eiszeitlicher Hügellandschaft, bestückt mit zahlreichen Seen und Teichen sowie Anhöhen, von denen man angeblich bis zum Meer sehen kann. Dieses muss demnächst mit dem Fotoapparat bewaffnet bewiesen werden! Ich hab mich so gefreut das gefunden zu haben. Göteborg ist mit weitläufigen Naturgebieten ausgestattet, die mit dem Frühling (und schon nächste Woche, wenn Ronny kommt) dann alle erkundet werden. Die Stadt packt mich immer mehr!

An diesem  Nachmittag traf ich mich noch mit ein paar anderen Austauschstudenten und Schweden zur, na was sonst, 'Fika' in der Innenstadt. So muss ein Sonntagnachmittag doch aussehen!

Hier noch erste Bilder vom schwedischen Klischeetier (aufgenommen im Zoo Slottskogen):
Elche

2 Kommentare:

  1. Arm Chinesin, die es ausprechen musstet. Das ist übelst schwer! hahah

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  2. Aaaah meine Kaffeetrinkerin! :D
    Bei mir gibt's immer nur Tee mit Milch und Zucker, ist auch voll lecker. Aber freu mich auch schon drauf mal wieder Kaffee schlürfen zu können.
    Genieß noch schön deine Kaffeenachmittage! Und nächte Woche mit Ronny, bin neidisch! :) Hdl

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