Samstag, 29. Januar 2011

Wir kamen zu spät, einmal mehr...

Letzten Samstag kam Isa zu Besuch in den Norden, bevor sie es richtig macht und dem (nord)europäischen Winter für ein halbes Jahr entflieht. Nach einem Spaziergang zum Hafen entdeckten wir das Haga (ehemaliges Arbeiterviertel, heute populär für seine Häuser und Cafés) für uns. Meine Begeisterung gilt nun  " Le petit café", ein wunderschön fantasievoll eingerichtetem Café, dass obwohl es tolle italienische und schwedische Speisen angeboten hat und Latinmusik lief, dennoch französischen Charme verbreitet hat. (Multikulti ist bis jetzt das Schlagwort meines Aufenthaltes!)
Am Sonntag wurde dann der Plan zum Meer zu fahren verwirklicht. Mit der Straßenbahn geht es direkt bis zur Anlegestelle und dann sucht man sich eine Fähre aus und fährt zu einer von dutzend, im Winter eher weniger frequentierten, Schären. Unsere Wahl fiel auf Brännö (ca. 700 Einwohner), Idylle pur! Eine in weiß gehüllte kleine Insel, süße Schwedenhäuser, nur sehr wenige Menschen und die einzigen Fahrzeuge sind motorisierte Dreiräder mit einem rießigen "Tablett" als Ladefläche. Da wir bis zur nächsten Fähre nur eine Stunde Zeit hatten (die nächste kam erst 2,5 Stunden später), hasteten wir über die Insel, um möglichst viel zu sehen. Als wir eine Treppe auf einen Felsen entdeckten, machten wir von dem "Jedermannsrecht" gebrauch, wackelten über ein Grundstück und erklimmten den Felsen. Aufgrund erneutem fabelhaftem Sonnenschein wurden wir mit einem tollen Ausblick bis zum Meer belohnt. Nun mussten wir schnell zurück. Zwei Mädels warnten uns noch: "You have to run, if you want to get the ferry!" Aber wie kann es anders bei uns zwei "gerade rechtzeitig ist gut genug" auch sein, ich hatte mich in der Zeit geirrt und da ging die Fähre Richtung Festland ohne uns! Mir machten das beste daraus, es war ja Gott sei dank nicht die letzte, und nutzen die Wartezeit um Brännö weiter zu erkunden. Zu unserem Erstaunen, fanden wir sogar ein offene Gaststätte, in der sogar recht viel Betrieb war. Bei Kanelbulle und Kaffee ließ es sich doch viel besser warten und so waren wir über unsere Unpünktlichkeit auch einmal erfreut.

Impressionen von Brännö:

Ein weiteres Highlight war der Kinobesuch. Mit den 105 Kronen Eintritt müssen sie wohl auch den Mann bezahlen, der vor jedem Film darauf hinweist, Handys auszuschalten usw. Zum Glück war der Film diesmal nicht in miesem Slang-Englisch, sodass wir auch an den Dialogen teil haben konnten. Leider stellten sich auch die Schweden als Anti-Cineasten heraus, die beim 1. Namen im Abspann gleich panisch den Saal verlassen. Auf dem Heimweg machte ich noch eine Begegnung der ungewöhnlichen Art, als mir, um zu betonen nachts halb 12, ein unbeleuchteter Einradfahrer den Fußweg entgegen kam.        

> Ich wünsche dir ein wunderbare, erlebnisreiche Zeit in Indien, Isa!<

Der gestrige Abend wurde anlässlich der Verteilung des Mülldienstes zum Phantomime und Dance Dance Revolution (eine Tanzmatte auf der man nach Vorgabe zur Musik den Fuß auf den richtigen Pfeil tippen muss) spielen mit den Mitbewohnern genutzt. Ein ungeheurer Spaß, vor allem bei diesem Nationenmix!

1 Kommentar:

  1. Anne, war eine schöne Zeit mit dir! Auch wenn nur sehr kurz und dann stark eingeschränkt...

    Ich wünsch dir weiterhin ein wunderschönes Semester und bald vielleicht auch wieder ein paar höhere Temperaturen in Göteborg!
    Und hoffe, dass wir weiterhin regelmäßig voneinander hören werden.

    Hab dich lieb, deine Isa

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